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FORSCHUNGSBERICHT 1999-2001

INDEX
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Graduiertenkolleg: Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht

Allgemeine Angaben:
Adenauerallee 24 - 42, 53113 Bonn
Telefon: 0228 / 73-9559
Fax: 0228 / 73-7078

Sprecher:
Prof. Dr. Ulrich Everling

Projektleiter / Beteiligte Hochschullehrer:
Prof. Dr. Ulrich Everling
Prof. Dr. Meinhard Heinze
Prof. Dr. Matthias Herdegen
Prof. Dr. Ulrich Huber
Prof. Dr. Dr. h.c. Marcus Lutter
Prof. Dr. Wulf-Henning Roth
Prof. Dr. Karsten Schmidt
Prof. Dr. Wolfgang Schön

Forschungsprogramm:

Projektbereiche
Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht, insbesondere in folgenden Fachbereichen:
- Handelsrecht
- Gesellschafts- und Konzernrecht
- Aktienrecht
- Wettbewerbsrecht
- Versicherungsrecht
- wirtschaftsrelevantes Privatrecht
- Steuerrecht
- Arbeitsrecht
- Sozialrecht
- Außenwirtschaftsrecht
- Europarecht

Zentrale politische und rechtliche Aufgabe für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ist die Entwicklung eines integrierten Wirtschaftsrechts in einem erweiterten gemeinsamen Binnenmarkt mit gemeinsamer Währung und der Perspektive einer politischen Union. Hierzu soll das Graduiertenkolleg einen wissenschaftlichen Beitrag leisten und gleichzeitig die Heranbildung qualifizierter Juristinnen und Juristen in diesem Bereich fördern.Die unter der Bezeichnung "Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht" vereinten verschiedenen Einzeldisziplinen und Rechtsgebiete stehen in der Gefahr, mit der steigenden Spezialisierung sich zugleich immer mehr zu isolieren. Dieser Entwicklung soll durch den übergreifenden Ansatz des Themas "Wirtschaftsrecht" und durch eine rege Kooperation und Gedankenaustausch im Rahmen des Graduiertenkollegs begegnet werden.Wirtschaftsrecht wird heute in großem Umfang durch Beschlüsse der EG-Organe geregelt sowie durch die Entscheidungspraxis Europäischer Gerichte maßgeblich beeinflußt. Die Einwirkung des Gemeinschaftsrechts auf nationale Rechtsordnungen wirft zahlreiche Fragen und Probleme auf. Sie stellen sich in den einzelnen Gebieten des Wirtschaftsrechts in vergleichbarer Weise. Zu ihrer Erfassung und Bewältigung empfiehlt sich daher eine enge Zusammenarbeit der Fachvertreter unter Einbeziehung ausgewiesener Wissenschaftler aus dem Bereich des Europarechts und des internationalen Rechts. Auch die über die Gemeinschaft hinausgehenden internationalen Aspekte müssen einbezogen werden. Entgegen des fortschreitenden Trends zur Spezialisierung der Fachbereiche innerhalb der Rechtswissenschaft wird damit ein Beitrag zur interdisziplinären Kooperation geleistet.Hiervon profitieren unmittelbar die Kollegiaten. Bis zu 15 Stipendiaten können gleichzeitig gefördert werden. Sie bilden den wissenschaftlichen Nachwuchs, der für die weitere Entwicklung des europäischen Wirtschaftsrechts von zentraler Bedeutung ist. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, eine Verengung der Perspektive, die die ausschließliche Beschäftigung mit einem speziellen Thema mit sich bringt, zu vermeiden. Dazu bietet das Graduiertenkolleg ihnen und zugleich anderen interessierten Studierenden vielfältige Lehrveranstaltungen an. Sie werden überwiegend von Referenten aus dem Ausland oder den europäischen Institutionen abgehalten, die im Rahmen einer Gastprofessur jeweils für ein Semester in Bonn lehren. Außerdem beteiligen sich die Graduierten an Fachtagungen und an der Vortragsreihe, die vom Zentrum für Europäisches Wirtschasftsrecht durchgeführt wird.Mit dem gebotenen Ausbildungsprogramm werden zugleich Erfahrungen gesammelt, wie Kernfragen des europäischen Wirtschaftsrechts möglichst intensiv vermittelt werden können. Dabei kann auch erprobt werden, inwieweit bestimmte Lehrinhalte in die Graduiertenphase verlagert werden können, um das Studium zu entlasten. Das Graduiertenkolleg ist zum 30.09.1999 ausgelaufen.


eMail: Transfer und Öffentlichkeitsarbeit