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FORSCHUNGSBERICHT 1999-2001

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Up:Graduiertenkollegs

Graduiertenkolleg: Pathogenese von Krankheiten des Nervensystems

Allgemeine Angaben:
Wilhelmstraße 31, 53111 Bonn
Telefon: 0228 / 287-2355
Fax: 0228 / 287-2630
eMail: gradkoll@ukb.uni-bonn.de
WWW: http://www.meb.uni-bonn.de/grad/index.html

Sprecher:
Prof. Dr. med. Peter Propping

Projektleiter / Beteiligte Hochschullehrer:
PD Dr. B. Wirth
Prof. Dr. B. Schmitz
Prof. Dr. B. Urban, PD Dr. M. Barann
Prof. Dr. C. Elger
Prof. Dr. D. Swandulla
Prof. Dr. H. Bönisch
Prof. Dr. J. Schramm
Prof. Dr. K. Sandhoff
Prof. Dr. K. Schilling
Prof. Dr. K. Willecke
Prof. Dr. K. Zerres
Prof. Dr. M. Baur, Prof. Dr. T. Wienker
Prof. Dr. M. Göthert, Prof. Dr. E. Schlicker
Prof. Dr. O. Wiestler
Prof. Dr. P. Propping, PD Dr. M. Nöthen
Prof. Dr. W. Maier, PD Dr. M. Rietschel

Stipendiaten:
Dr. med. Irina Bauer (Maier, Rietschel)
Dipl.-Biol. Joachim Degen (Willecke)
Dipl.-Biol. Andre Dybek (Urban, Barann)
cand. med. Klaus R. Ellerkmann (Urban, Barann)
cand. med. Swantje Engelbrecht (Wiestler)
cand. med. Evelyn Erdmann (Schramm)
Dr. med. Heiner Fangerau (Maier, Rietschel)
cand. med. Markus Feldkötter (Wirth)
cand. med. Ulrich Gollner (Schmitz)
Dr. rer. nat. Ivan Goussakov (Elger)
Dipl.-Stat. Andreas Hahn (Baur, Wienker)
cand. med. Julia Herchenbach (Zerres)
cand. med. Roland Ivo (Propping, Nöthen)
Dipl.-Ökotr. Julia Kellersmann (Schmitz)
Dr. med. Timo Kirschstein (Elger)
cand. med. Guido Kukuk (Propping, Nöthen)
cand. med. Susanna Liedtke (Göthert, Schlicker)
cand. med. Daniela Lind (Schilling)
cand. med. Manuel Löbach (Wiestler)
Dipl.-Math. Sandra Löbbe (Baur, Wienker)
cand. med. Susanna Moskau (Zerres)
cand. med. Tobias Nickel (Göthert, Schlicker)
Dipl.-Biol. Benjamin Odermatt (Willecke)
cand. med. Gernot Ortmanns (Schramm)
cand. med. Martin Podlogar (Schramm)
cand. med. Christina Remy (Swandulla)
cand. med. Stefan Remy (Urban, Barann)
Dipl.-Ökotr. Monika Rex-Mathes (Schmitz)
cand. med. Ulrich Schüller (Schilling)
Dipl.-Chem. Heike Schulze (Sandhoff)
Dr. med. Thomas Gerd Schulze (Maier, Rietschel)
cand. med. Verena Schwarzer (Wirth)
cand. med. Jan Steffel (Wiestler)
cand. med. Bernd Weber (Göthert, Schlicker)
Dipl.-Chem. Norbert Werth (Sandhoff)
cand. med. Anja Weyer (Schilling)
Dipl.-Biol. Philipp Wiedemann (Bönisch)

Projektbereiche und Teilprojekte:

AG 01:  Modifikation der Neurotransmitterfreisetzung als pathogenetische Grundlage von Funktionsstörungen des Nervensystems und als Wirkungsmechanismus von Neuro-Psychopharmaka (Göthert, Schlicker)

AG 02:  Molekulare Neurogenetik des Menschen: Varianten in Genen zentralnervöser Rezeptoren (Propping, Nöthen)

AG 03:  Die Bedeutung der O-glykosidisch gebundenen N-Acetylglucosamin - Modifikation von Proteinen für die Pathogenese der Alzheimer-Krankheit (Schmitz)

AG 04:  Untersuchung der Verteilung, des Subtypes und des Wirkmechanismus metabotroper Glutamatrezeptoren in der Area dentata von Patienten mit pharmakoresistenter Temporallappenepilepsie und der Ratte nach Kindling (Schramm)

AG 05:  Molekulare Neuropathologie von zentralnervösen Tumoren und fokalen Epilepsien (Wiestler)

AG 06a:  Klinische Variabilität der proximalen spinalen Muskelatrophie (Zerres)

AG 06b:  Untersuchung des "survival motor neuron" Gens (SMN) und der SMN interagierenden Proteine bei spinaler Muskelatrophie (Wirth)

AG 07:  Genetische Epidemiologie: Weiterentwicklung von Methoden der Kopplungs- und Assoziationsanalyse (Baur, Wienker)

AG 08:  Molekulare und funktionelle Charakterisierung der Promotorregion des Gens für den Antidepressiva-sensitiven Noradrenalin-Transporter (Bönisch)

AG 09:  Molekulare und zelluläre Grundlagen der Entwicklung des Zentralnervensystems (Schilling)

AG 10:  Biochemie und Pathologie der Sphingolipid-Speicherkrankheiten: Biosynthese der Sphingolipide und deren lysosomaler Abbau durch saure Hydrolasen und Aktivatorproteine (Sandhoff)

AG 11:  Funktionsstörungen menschlicher ZNS-Ionenkanäle durch pathogene Strukturänderungen (Urban, Barann)

AG 12:  Dopamin-modulierte Gap Junction Funktionen im Gehirn (Willecke)

AG 13:  Synaptische Plastizität im Hippokampus in einem Modell für chronische Temporal-lappenepilepsie (Elger)

AG 14:  Phänotyp-Genotyp-Zusammenhang bei psychiatrischen Erkrankungen (Maier, Rietschel)

AG 15:  Opioderge Modulation neuroendokriner Zellen im Nucleus supraopticus des Hypothalamus (Swandulla)

Forschungsprogramm:

Ziel des Graduiertenkollegs

Das Graduiertenkolleg wird von Hochschullehrern aus der Medizinischen, der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen und der Landwirtschaftlichen Fakultät getragen. Medizinische und naturwissenschaftliche Doktoranden sowie junge Postdoktoranden sollen durch das Graduiertenkolleg eine gründliche wissenschaftliche Ausbildung auf solchen Gebieten erhalten, die für die Erfassung der Pathogenese von Krankheiten des Nervensystems beim Menschen von Bedeutung sind. Ein besonderes Element der wissenschaftlichen Ausbildung ist die gleichzeitige Förderung medizinischer und naturwissenschaftlicher Stipendiaten. Medizin-Doktoranden, die sich im zweiten Abschnitt ihres klinischen Studiums befinden, sollen mit naturwissenschaftlichen Doktoranden zusammengeführt und intensiv mit naturwissenschaftlichen Methoden und Konzepten vertraut gemacht werden. Umgekehrt sollen Naturwissenschaftler die Besonderheiten krankheitsbezogener Forschung kennenlernen. Den Stipendiaten, Kollegiaten und Postdoktoranden wird ein Kurrikulum angeboten, das ihnen einen konzeptuellen und methodischen Überblick über die krankheitsbezogene neurowissenschaftliche Forschung gibt. Das Kurrikulum wird von den Hochschullehrern des Graduiertenkollegs mit ihren Arbeitsgruppen getragen, ergänzt durch ausgewählte eingeladene wissenschaftliche Gäste. Hierfür existiert ein regelmäßiges Seminar mit Teilnahmepflicht für alle Doktoranden. Die Stipendiaten, Kollegiaten und Postdoktoranden tragen ihre eigenen Arbeiten in dem Seminar ebenfalls vor. Außerdem werden Methodenkurse ausgerichtet, an denen neben den Hochschullehrern auch die Doktoranden größtenteils selber mitwirken und sich damit z. T. gegenseitig unterrichten.

Forschungsprogramm

Das Verständnis für die Pathogenese einer Krankheit ist entscheidende Voraussetzung für ihre Therapie oder Prävention. Für die Aufklärung der Ursachen und der Pathogenese von Krankheiten des Nervensystems werden Methoden aus allen Bereichen der biomedizinischen Wissenschaften angewandt, z. B. biochemische, pharmakologische, molekulargenetische, klinisch-genetische, elektrophysiologische, biometrische. An der Universität Bonn sind auf Grund ihrer umfassenden Bearbeitung die folgenden Themen zu nennen: Epilepsie (Klinik und Poliklinik für Epileptologie, Neuropathologie, Neurochirurgie, Humangenetik, Genetische Epidemiologie, Pharmakologie, experimentelle Anästhesiologie), Psychiatrische Genetik (Humangenetik, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Genetische Epidemiologie), Hirntumoren (Neuropathologie, Neurochirurgie, Neurologie). Dazu kommt die umfassende Untersuchung spinaler Muskelatrophien in der Humangenetik, die Bearbeitung der großen Gruppe neurodegenerativer Enzymdefektkrankheiten in der Arbeitsgruppe Sandhoff, der zentralnervösen Funktionen der Connexine in der Arbeitsgruppe Willecke an der Math.-Nat. Fakultät sowie der biochemischen Mechanismen der Amyloidablagerung bei Alzheimerscher Krankheit in der Arbeitsgruppe Schmitz in der Landwirtschaftlichen Fakultät. In der Pharmakologie und in der Humangenetik werden grundlagenwissenschaftliche Untersuchungen zur Funktion zentralnervöser Rezeptoren und zu Rezeptorvarianten durchgeführt.


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